Cultural diplomacy?

17. Februar 2017 | | Blog | Keine Kommentare

Cultural diplomacy?

Leider, leider muss man manchmal vor unprofessionellen und übergriffigen Menschen und Institutionen warnen. Das kommt in unserer Arbeit recht selten vor, aber wenn doch, dann kann man zumindest den Mund aufmachen und anderen mitteilen, welche Konsequenzen eine Zusammenarbeit mit der Institution sehr wahrscheinlich haben wird. Dann kann der nächste Geschäftspartner es sich vorher überlegen, ob er eine Geschäftsbeziehung denn auch eingehen will, wenn das Gegenüber bereits vertragsbrüchig geworden ist.

Heute warnen wir vor der Zusammenarbeit mit Cultural diplomacy. Ein Institut, dass sich die Förderung der Zusammenarbeit und des gleichwertigen Miteinanders aller Menschen und Kulturen auf die Fahnen geschrieben hat. Culturaldiplomacy lud Premierminister, Bischöfe und Staatsoberhäupter zu einer großen 3 tägigen Konferenz in die Räumlichkeiten in der Genthiner Straße ein.

Cultural diplomacy?

Und was liegt näher, als zum Abschluss des Abends eine Kinder- und Jugendbigband aus Neukölln, in der die unterschiedlichsten Religionen, Ansichten, soziale Herkünfte und Altersgruppen vertreten sind, in einem Konzert gemeinsam zeigen zu lassen, welche Kraft und Macht culturaldiplomacy wirklich hat?

In dieser Bigband wird nämlich vorgelebt – und dies seit Jahren –  wie Heilungsprozesse zwischen zerstrittenen Völkern gestaltet werden können und die Frage, wie man denn die Zukunft der Menschheit friedvoller gestalten kann wird pragmatisch, begeistert, begeisternd und vollkommen klar beantwortet.

Aber culturaldiplomacy hält nicht im Mindesten das ein, was der Name verspricht. Die Trennung zwischen den Kulturen wird innerhalb von culturaldiplomacy mehr als überdeutlich seitens der Geschäftsführung vorgelebt.

Cultural diplomacy?

Da gibt es „die eine Kultur“ – das sind die eingeladenen Gäste, die Premierminister oder Ex-Premierminister, Bischöfe, Würdenträger und Staatsoberhäupter. Sie bekommen seitens der Geschäftsleitung alles, was das Herz begehrt, inklusive des besten Essens, den besten Sitzen und werden von vorne bis hinten „gepampert“. Um sie geht es, ihre Herzen zu gewinnen, ihre Machtpositionen für das eigene Vorankommen zu nutzen, denn Beziehungen schaden bekanntlich nur demjenigen, der keine hat. Den Vertretern dieser Kultur begegnet die Geschäftsführung voller Respekt, ja, nahezu unterwürfig.

Und da gibt es „die andere Kultur“ – das sind die eigenen Angestellten, die Techniker und Dienstleister, zu denen eben auch diese eine Kinder- und Jugendbigband aus Neukölln gehört. Sie bekommen das genaue Gegenteil, werden respektlos und abwertend behandelt und erfahren eine Verachtung, die sich sonst nur im Gesicht eines Donald Trump spiegelt, wenn er während des Wahlkampfes über Mexikaner, Frauen oder behinderte Journalisten spricht.

Cultural diplomacy?

Und selbst, wenn man einen Vertrag über die Kostenübernahme für Instrumententransport, Fahrtkosten und Aufwandsentschädigungen für die jungen Musiker geschlossen hat, heißt das noch lange nicht, dass sich die Geschäftsführung von culturaldiplomacy auch daran hält. Mahnen und Nachfragen zwecklos.

Doch eines kann man immer trotz des entstandenen finanziellen Schadens für die Kinder- und Jugendbigband tun, auch wenn die Geschäftsführung von culturaldiplomacy das Einhalten vertraglicher Absprachen ignoriert: Andere vor der Zusammenarbeit warnen, was wir hiermit ausdrücklich tun.

Cultural diplomacy?

Bei culturaldiplomacy gibt es keine Diplomatie zwischen den Kulturen, nur das Hofieren der „Hochkultur“ und die Abwertung der „Subkultur“.  Es ist das „Fahrradprinzip“ – nach unten treten und nach oben buckeln.

Stay away from this energy!

Bestes euch!



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